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Entnommen der Deutschen Zeitschrift für Akupunktur Jg. 43 2/2000, S. 113 Infrarot-Moxibustion in der Hyposensibilisierung von Allergien Von Dr. Raymund Pothmann (Oberhausen)
„Allergien haben in den letzten 30 Jahren deutlich zugenommen und sind schon bei 30-50 % der Kinder in unterschiedlichen Erscheinungsformen anzutreffen.
Nach Ausschöpfung der konventionellen Therapiemaßnahmen besteht Bedarf für ergänzende Möglichkeiten insbesondere bei Nebenwirkungen, Therapieresistenz, aber auch bei akuten Durchbrüchen oder Therapielücken.
In der klassischen Akupunktur lassen sich präsaisonale Stabilisierung und akute Linderung von allergischen Krankheitsverläufen erzielen. Erst durch gleichzeitige Allergenapplikation gelingt es oft allerdings, die Toleranz soweit zu steigern, dass von einer Hyposensibilisierung, z.T. sogar von einer Desensibilisierung, gesprochen werden kann.
Mittels Infrarotstimulation an den Anfangs- und Endpunkten der Meridiane des ersten Umlaufs (Lu, Di, Ma, Mi) lässt sich eine hypererge Reaktionslage dämpfen und sogar normalisieren.
Am besten sprechen Nahrungsallergien vom Soforttyp an, besonders bei Kernobst häufig anzutreffen. Umschriebene Allergiespektren wie bei Frühblühern und einzelne Tierallergien sind weitere dankbare Indikationen für eine Akupunktur-gestützte Hyposensibilisierung. Hausstaub- und Spätblüherallergien erfordern einen höheren Therapieaufwand.
Therapieblockaden finden sich bei ausgeprägtem psychischem Stress oder Quecksilberüberladung des Organismus. Die therapeutischen Ergebnisse lassen sich verbessern, wenn belastende Nahrungsmittel aus der Ernährung herausgelassen werden.“
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