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Wie entstand die Akupunktur?
Bei Ausgrabungen in China wurden zugespitzte Steine gefunden, die wahrscheinlich aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. stammen. Diese weisen auf erste Anfänge der Akupunktur hin.
Um die Hintergründe zu verstehen, muss das Krankheitsbild im China dieser Zeit betrachtet werden.
Krankheit bezog sich nicht nur auf körperliche und seelische Gebrechen. Das waren sowohl körperliche Zustände, wie Schmerzen oder Verletzungen.
Aber auch persönliche oder kollektive Misserfolge und Naturkatastrophen. Überschwemmungen hatten demzufolge den gleichen Stellenwert wie Bauchschmerzen.
Die Behandlung von Krankheit stellte daher immer auch einen Zusammenhang zwischen Mensch und Natur her. Krankheit war im Verständnis der Zeit der gesamtheitliche Missstand.
Diese Sichtweise bestimmt den ganzheitlichen Therapieansatz der traditionellen chinesischen Medizin.
Akupunktur ist in den westlichen Ländern eine ernsthafte Therapie geworden, die erforscht wird und sich weiterentwickelt. In vielen Ländern ist sie bereits eine anerkannte Ergänzung zur Schulmedizin und wird von dieser auch anerkannt.
Wie wirkt die Akupunktur?
Die Denkweise der traditionell chinesischen Medizin hat die Akupunktur und Wirkungsweise nie in Frage gestellt. Sie hat gewirkt – das war das Einzige, was zählte. Forschungen, die die Wirkungsweise offen legten, gab es in China seit den 60er Jahren auch in Ansätzen. Doch erst der Erklärungszwang für die fernöstliche Therapie führte im Westen zu ernsthaften wissenschaftlichen Bemühungen, eine Erklärung zu finden.
Anhand von wissenschaftlichen Arbeiten aus Europa und den USA konnten eine Reihe von Ergebnissen festgestellt werden, die die Möglichkeit einer Erklärung für die Wirkungsweise drastisch erhöht haben. So weiß man inzwischen, dass die Akupunkturpunkte durch verschiedene nachvollziehbare Methoden gefunden werden können. Akupunkturpunkte weisen in ihrer Umgebung einen erniedrigten Hautwiderstand auf, als an der normalen Hautoberfläche. Andere Resultate weisen nach, dass sich beim Abtasten leichte Vertiefungen an den Stellen des Körpers feststellen lassen, an denen sich Akupunkturpunkte befinden.
Zur Erklärung der Meridiane gibt es viele Hypothesen, deren wissenschaftliche Überprüfung noch teilweise aussteht.
Durch neuere Forschungsarbeiten konnte man nachweisen, dass es durch die Übermittlung der Impulse, die durch die Reizung von Akupunkturpunkten ausgelöst werden, zu einer vermehrten Ausschüttung von Endorphinen kommt, welche im Volksmund als „Glückshormone“ bezeichnet werden.
Durch all diese Ergebnisse ist die Wirkungsweise der Akupunktur nicht vollständig erklärbar, doch täglich kommen neue Mosaiksteinchen hinzu, die den noch bestehenden Fragenkomplex schrumpfen lassen.
Was heilt die Akupunktur (Auszug)?
Schmerz im Bewegungsapparat
- Schiefhals - Lumbalgie („Hexenschuss“) - Chronische Gelenkschmerzen (Arthrose) - Schulter-Arm-Syndrom - Tennisarm - Sportverletzungen
Regulationsstörungen
- Kopfschmerzen, Migräne - Allergien, Heuschnupfen - Lungen- und Atmungskrankheiten (Bronchitis, Asthma bronchiale) - Hautkrankheiten - Menstruationsschmerzen - Erkältungskrankheiten, Halsschmerzen, Ohrkrankheiten - Magen- und Verdauungsstörungen, Durchfall, Verstopfung
Suchtprobleme
- Erleichterung der Entzugserscheinungen (Nikotin, Adipositas)
Wie wird akupunktiert?
- Im allgemeinen 1-3 Therapieblöcke zu je 10 Sitzungen - Dauer pro Behandlung 20 – 30 Minuten - Abstände 1 – 3 x pro Woche, bei akuten Fällen täglich - Körper- und Ohrakupunktur
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